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Frieden

Wir alle denken, wenn wir vom Frieden sprechen, zunächst an die Beziehungen der Menschen und Völker untereinander und nennen Frieden jenen Zustand, in dem der Krieg nicht offenbar, sondern nur in einer verborgenen, durch Vertrag (pax) geregelten Weise geführt wird, wo aber die Bibel von Frieden redet, meint sie (vor allem im „Friedens-Gruß”) eher das Heil als solchen äußeren Zustand; in die gleiche Richtung weist das deutsche Wort „Friede” durch seine Verwandtschaft mit „Freude”. In der christlichen Sprache steht immer das Verhältnis des Menschen zu Gott voran, und hier heißt Friede die wirkliche Überwindung der dem Menschen von Adam her innewohnenden Feindschaft gegen Gott. Weil Christus dieses Werk der Versöhnung vollbracht hat, darum heißt es: Er ist unser Friede. Die Befriedung des Herzens und die rechte Ordnung unserer menschlichen Beziehungen sind die notwendige Frucht dieses Friedens. „Friede auf Erden” ist darum nicht die Verheißung eines dauernden „Friedens” zwischen sündigen Menschen, sondern die Botschaft von dem Frieden, der aus der Versöhnung mit Gott erwächst.

Das Gottesjahr 1941, S. 40
© Johannes Stauda-Verlag Kassel

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 12-12-06
 

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